Europas neue KI-Regeln machen Transparenz von einem optionalen Interface-Detail zur Produktinfrastruktur. VerdictLab hat Leitlinien, freiwilligen Verhaltenskodex und Kennzeichnungssystem der Europäischen Kommission geprüft.

Auf einen Blick
  1. Die Kennzeichnung ist nur die sichtbare Ebene
  2. Der Hinweis muss vor der Entscheidung sichtbar sein
  3. Gute Transparenz verbessert das Produkt
  4. Der praktische VerdictLab-Test

Die Kennzeichnung ist nur die sichtbare Ebene

Die Transparenzpflichten aus Artikel 50 des EU AI Act gelten seit dem 2. August 2026. In den erfassten Fällen müssen Anbieter maschinenlesbare Kennzeichnungen für KI-generierte oder manipulierte Inhalte unterstützen – technisch möglichst wirksam, interoperabel, robust und zuverlässig. Eine sichtbare Markierung hilft Menschen; belastbare Herkunftsinformationen sollten ein Ergebnis aber auch nach Export und Weitergabe begleiten.

VerdictLab-Illustration auf Grundlage der in diesem Artikel genannten Berichte und Quellen.

Der Hinweis muss vor der Entscheidung sichtbar sein

Menschen sollen erkennen, wenn sie mit einem KI-System interagieren. Erfasste Deepfakes und bestimmte KI-generierte oder manipulierte Texte zur Information der Öffentlichkeit müssen ebenfalls klar offengelegt werden. Der Hinweis sollte bei der ersten Wahrnehmung auffallen und nicht im Kleingedruckten verschwinden. Da Geltungsbereich und Ausnahmen definiert sind, benötigt nicht jede KI-Unterstützung automatisch dieselbe Kennzeichnung.

Gute Transparenz verbessert das Produkt

Eine starke Umsetzung verbindet verständliche Hinweise, exportfeste Metadaten, nachvollziehbare Änderungen, barrierearme Darstellung und einen Korrekturweg. Die frei verfügbaren EU-Symbole können eine sichtbare Ebene bilden. Eine Kennzeichnung beweist keine Wahrheit, kann aber Arbeitsabläufe prüfbarer und Verantwortung klarer machen.

Der praktische VerdictLab-Test

Bei KI-Produkten prüfen wir zusätzlich: Ist die KI-Interaktion klar erkennbar? Bleibt der Herkunftsnachweis nach Download oder Teilen erhalten? Werden Grenzen und Ausnahmen verständlich erklärt? Gibt es einen Weg, Fehler zu melden? Transparenz ersetzt kein menschliches Urteil – sie liefert ihm bessere Belege.

Die nächste wirklich nützliche KI-Funktion könnte erklären, woher ein Ergebnis stammt, was verändert wurde und wer verantwortlich bleibt.

Redaktionelle Einordnung von VerdictLab

Originalquellen

Dieser VerdictLab-Beitrag ist eine eigenständige Zusammenfassung und Analyse der unten genannten Berichte.

So entstand dieser Beitrag: VerdictLab wählte und prüfte die genannten Quellen, erstellte mit KI-Unterstützung eine eigenständige Zusammenfassung und übersetzte sie für eine bessere Zugänglichkeit. Wir verlinken die Originalverlage und kopieren deren Artikel nicht.